AKTUELLE INFORMATION ZUM MASTERSTUDIENGANG

Der nächste Durchlauf des Masterstudiengangs wird voraussichtlich im September 2015 beginnen.

Ab März 2014 werden wieder Bewerbungen entgegengenommen. Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter Bewerbung.

Im Februar 2015 werden wir Ihnen mitteilen, ob Sie zum Studiengang ausgewählt wurden. Es können insgesamt 20 Studenten teilnehmen.

Voraussetzung für die Teilnahme am Studiengang sind Deutschkenntnisse auf Niveaustufe A2.3. Ab März 2015 wird für die ausgewählten Studenten ein kostenfreier vorbereitender Deutschsprachkurs ab Niveaustufe B1 angeboten. Bis Studienbeginn im September 2015 muss die Niveaustufe Deutsch B2 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen: angelina.werner@fh-potsdam.de

 

Studieren zwischen Okzident und Orient als Herausforderung und Perspektive

Deutsche und usbekische Hochschulen mit Unterstützung der Volks­wagen-Stiftung beim Aufbau eines Studienganges für Bauerhaltung und Baudenk­malpflege in Usbekistan

Die Städte und Monumente der mittelasiatischen Seidenstraße, verwinkelte Altstadt­quartiere, quirlige Basare, hochaufragende blauschillernde Kuppeln, aber auch die nicht zu übersehenden Bauten und Stadträume der sowjetischen Zeit wie auch der Moderne prägen das Bild des Europäers von Mittelasien und Usbekistan. Das städte­bauliche Zusammenspiel und der Kontrast von Alt und Neu zeigen uns, wie eng Geschichte und Gegenwart räumlich beieinander liegen und aufeinander bezogen sind. Dieses historisch gewachsene Geflecht stellt für künftige Architekten, Ingenieure und Denkmalpfleger eine interessante Herausforderung dar.

Der Usbekisch-Deutsche Masterstudiengang Bauerhaltung und Denkmalpflege ist Bestandteil eines Förderprojektes der deutschen Volkswagen-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Republik Usbekistan. Die Fachhochschule Potsdam, die Technische Universität Dresden, die Bauhaus-Universität Weimar, die Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie die staatlichen Architekturhochschulen in Taschkent und Samarkand tragen diesen Studiengang mit seinen Lehrstandorten in Usbekistan und Deutschland.

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Noch zum Ende des 19. Jahrhunderts waren viele der historischen Monumentalbau­ten Mittelasiens dem Untergang geweiht, nach der Einverleibung dieser Region durch das russische Zarenreich ab 1850 erwachte schnell eine „Altertümerforschung“ als erste akademische Hinwendung zu den Zeugnissen der Geschichte. In sowjetischer Zeit begann die Restaurierung vieler Objekte, der sozialistische Städtebau forderte aber gleichzeitig erste Tribute und Einschnitte. Nach der 1991 erlangten Unabhängig­keit Usbekistans wurde wohl mehr denn je in das bauliche Erbe investiert. Aber vieles bleibt noch zu tun, manches ist zu überdenken, hier und da sind Aspekte anders zu bewerten oder langfristige Konzepte zu entwickeln, in denen >weniger manchmal mehr sein kann<. Europäisches Know-how und lokale Ressourcen materieller und geistiger Natur sollen nun in einem speziell aufzubauenden Studiengang für junge Usbekinnen und Usbeken verschmelzen.

Das reiche architektonische Erbe Mittelasiens stellt ein breites und vielfältiges Betä­tigungsfeld für Spezialisten aus den Fachgebieten des Bauingenieurwesens, der Architektur, der Denkmalpflege, der Restaurierung, der Archäologie, der Kunstge­schichte und anderer Disziplinen dar. Beachtliche Restaurierungsmaßnahmen wurden in den vergangenen Jahrzehnten realisiert. Die technischen und nicht minder auch die gesellschaftlichen Entwicklungen generieren aber zahlreiche neue Frage­stellungen und Wechselwirkungen. Durch den Aufbau dieses Studienganges soll daher ein wirkungsvoller Beitrag geleistet werden, Fachleute heranzubilden, die nach zeitgemäßen Standards planerischer, ingenieurtechnischer und denkmalpflegeri­scher Methoden und Techniken arbeiten können und deren fachliche Entscheidun­gen zugleich auf einem breiten interdisziplinären Fundament stehen. Letztlich geht es aber um die Befähigung, die materiellen und kulturgeschichtlichen Werte eines Bauwerkes oder Bauensembles wahrzunehmen und zu bewahren.

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